Talayoten und Römer: Mallorcas Geschichte begann um 5000 vor Christus nicht am Ballermann

Ballermann, Sonne, Sand, Sangria: Unsere Sonneninsel ist mehr, denn sie hat Geschichte. Tauchen Sie ein in die alten Zeiten und besuchen Sie historische Sehenswürdigkeiten. Wussten Sie, dass die ersten Bewohner bereits um 5000 bis 4000 vor Christus auf Mallorca wohnten? Die meisten von ihnen sollen, so sagen Historiker, aus Frankreich gekommen sein. In den nächsten Jahrhunderten waren es vor allem Seefahrer, die sich als Jäger und Sammler ernährten, bescheiden Ackerbau betrieben und wahrscheinlich in den vielen Höhlen wohnten, die es bis heute noch auf der Insel gibt. Sie sind immer wieder beliebtes Ausflugsziel für Mallorca-Besucher.

Die talayotische Zeit begann um 1400 vor Christus und dauerte rund 600 Jahre. Erste Gebäude entstanden aus sehr grob behauenem Stein. Auch davon gibt es nach wie vor Erinnerungen an diese Epoche der Insel. Typisch für die Talayot-Bauten sind die konisch zulaufenden Türme. Die Bewohner pflegten erste Handelsbeziehungen zu anderen Inseln des Mittelmeeres und zum Festland, ebenso die Karthager, die wenig später kamen.

Immer noch in Teilen wie ganz früher: Mallorca und sein Meer

Ab 123 vor Christus übernahm die römische Regierung die Macht über die Insel – und Mallorca erlebte eine wirklich üppige Blütezeit, was den Handel und die Kultur betrifft. Palma und Alcudia, die beiden Städte, werden gegründet. Das wissen auch die arabischen Einwanderer zu schätzen, denn sie übernehmen ab 903 die Macht über Mallorca.

Bis König Jaume I., Herrscher von Aragon, auf der Insel ankam, seine Truppen flott machte und die Bevölkerung christianisierte. Am 31. Dezember 1229 war die Herrschaft der Muslimen damit beendet und Jaume I. legte den Grundstein für ein Bauwerk, das heute weltbekannt ist: die Kathedrale „La Seu“ in Palma. Das Ereignis wird bis heute am Silvestertag von den Bewohnern Palmas ausgiebig gefeiert. So bleiben lange zurück liegende Geschehen den Mallorquinern bis heute in Erinnerung.

Zahlreiche Königswechsel bestimmen die nächsten Jahrzehnte. Als Amerika entdeckt wur
de im Jahr 1492, ging es mit dem Aufschwung der Insel bergab, denn die Könige verlagern den Handel in Richtung Atlantik. Beim Unabhängigkeitskrieg Spaniens gegen Napoleon 1808 werden die Balearen von den Engländern unterstützt und Mallorca nimmt über 40000 Flüchtlinge vom Festland auf, so dass die Mittelmeerinsel mit Spanien seitdem eng verbunden ist.

Der französische Komponist Frederic Chopin kommt 1838 auf die Insel, wenige Jahre später Erzherzog Ludwig Salvador, so dass hier Menschen leben, die bis heute in aller Munde sind und Mallorca historisch bekannt machen. Nach dem spanischen Bürgerkrieg kommt der Maler Joan Miro nach Mallorca und arbeitet an seinen bis heute erhaltenen Skulpturen und Bildern.

Touristisch attraktiv wird Mallorca ab 1960, als der erste Flughafen 1956 fertig gestellt wurde. 1962 sind schon eine Million Touristen da. König Juan Carlos I. sorgt nach Franco für Demokratie in Spanien. 1983 werden die Balearen autonom, Hauptstadt wird Palma de Mallorca. 1992 zählt die Insel sechs Millionen Touristen, da der Flughafen ständig erweitert wurde, immer mehr Feriengäste kamen, Immobilien auf Mallorca begehrter wurden und die Kapazitäten sich damit vergrößerten.

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