Kaninchen aus der Kasserolle – mild wie Kalbfleisch

Kaninchen ist fester Bestandteil der Mallorca-Küche. Auch Inselfreunde, die eine Immobilie auf der Insel besitzen, wissen die Vielfalt der kulinarischen Angebote zu schätzen. Sollten Sie in Ihrer Heimat dieses Wildgericht nicht so zu schätzen wissen wegen seines eher strengen Geschmacks, dann werden Sie auf unserer Insel überrascht sein. Das Kaninchen gibt es hier, im Gegensatz zu Deutschland, an jeder Fleischtheke – und es ist durchaus weit weniger intensiv im Geschmack, aber so lecker wie ein gutes Kalbfleisch.

Da Reis ebenso wie das Kaninchen zum festen Bestandteil der Inselküche gehört, liegt es nahe, aus beiden Zutaten ein leckeres Gericht zu zaubern. Dazu ein Kaninchen zerteilen, mit Salz und Pfeffer würzen und mit etwas Olivenöl und fein gehackter Knoblauchzehe (Menge nach Geschmack) in einer Kasserolle oder einem anderen geeigneten Schmortopf goldbraun anbraten. Ein Glas Wasser dazugeben und gar kochen. Das dauert rund 45 bis 60 Minuten je nach Größe der Fleischstücke. Nach Bedarf etwas Wasser hinzufügen, damit das Fleisch nicht trocken wird.

Vier Tomaten in heißes Wasser geben, die Haut abziehen und in grobe Stücke schneiden, ebenso zwei Paprikaschoten. Beides in etwas Olivenöl anbraten und mit ein bisschen gehackter glatter Petersilie zum Kaninchen geben. 400 Gramm Reis hinzufügen, umrühren und mit einem Liter kochendem Wasser aufgießen. Die Hitze reduzieren, damit der Reis die Flüssigkeit langsam aufsaugen kann. Rund 20 Minuten langsam köcheln und danach noch einmal, wenn nötig, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Vom Herd nehmen, fünf Minuten ruhen lassen und dann heiß servieren. Dazu passt gut ein trockener Rotwein der Insel, der im Sommer ruhig leicht gekühlt sein kann.

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In Ruhe und Gemütlichkeit: die Cala Bona im Inselosten Mallorcas

Die „Gute Bucht“: So heißt die „Cala Bona“ im nördlichen Inselosten Mallorcas. Kenner der Insel wissen das kleine Örtchen mit seinem kleinen Hafen sehr zu schätzen, denn beides hat seinen ursprünglichen Charme bewahrt. Gemütlichkeit und Ruhe: Beides herrscht hier bis heute vor trotz einiger Touristen, die eine Bootstour unternehmen.

Und die ist ausgesprochen abwechslungsreich, denn der Inselosten ist für seine vielen kleinen und ruhigen Buchten inselweit bekannt. Der Küstenabschnitt zwischen Cala Millor, das einen wirklich langen Sandstrand hat, und Portocolom ganz im südlichen Bereich ist für Nautikfreunde attraktiv, denn hier kann man Tage damit verbringen, von einem Hafen, von einer Bucht zur nächsten zu fahren. Und den Sommer genießen.

Der Hafen von Cala Bona verfügt lediglich über 187 Liegeplätze und 18 Mietplätze. Wer von Bord gehen und ein Sonnenbad am Strand genießen möchte, hat es nicht weit, denn der Sandstrand schließt sich direkt an den Hafen an. Cala Bona verfügt direkt in Hafennähe über viele Restaurants und Bars. Das nahe gelegene Cala Millor ist weitaus größer mit seiner langen Fußgängerzone. Weit ist es auch nicht bis S’Illot, das im alten Teil immer noch an alte Fischerzeiten erinnert .

Portocolom: aktiver Fischereihafen und wunderschöner Naturstrand

Hochsommer. Hochsaison auf Mallorca. Hoch-Zeit, die Insel zu erkunden bei lauen Lüften und viel Sonnenschein. Unternehmen Sie einen Ausflug in den Inselosten Mallorcas. Die größte Stadt, Manacor, wird Sie mit ihrem Montagsmarkt begrüßen. Und wenn Sie die Stadt wieder verlassen, fahren sie, egal in welcher Richtung, immer in eine Oase der Ruhe, die durch viel Landwirtschaft geprägt ist.

Manacor, die als Stadt der Perlenproduktion, aber auch der Möbel, ist über die Inselgrenzen hinaus bekannt, aber Manacor ist mehr. Die Gemeinde besteht zu 73 Prozent aus Agrarlandschaft besteht. Getreide, Feigen-, Mandel- und Johannesbrotbäume, die meist auf nicht bewässerten Grundstücken angebaut werden, wachsen hier. Wo Melonen, Tomaten, Paprikaschoten und Salate gedeihen, darf natürlich das Nass nicht fehlen. Weite Teile um Manacor herum werden von Bauern bewirtschaftet, die ihre Waren auf die Märkte tragen oder in kleine Gemüse- und Obstgeschäfte, die Fruterias. Hier werden Sie immer mit den frischen saisonalen Früchten versorgt. Und natürlich täglich auf dem Gemüsemarkt, der sich etwas unterhalb der Kirche befindet. Außer Paprika und Gurke, Tomate und Salat gibt es dort auch Wurst, Fleisch, Käse.

Manacor selber präsentiert sich mit seiner Altstadt gemütlich. Die Bars und Restaurants haben ganzjährig geöffnet, denn die Stadt im Inselosten ist nicht durch den Tourismus geprägt. Live-Musik, die Feste der Einheimischen: All das können Sie hier erleben.

Verlassen Sie Manacor Richtung Felanitx oder Richtung Petra oder Richtung Küste – und Sie treffen auf eine wirklich fast naturbelassene Landschaft, die ganz typisch für die Mittelmeerinsel ist. Im Frühling und im Herbst präsentieren sich die umliegenden Felder, Wälder und Wiesen grün. Die so genannte „Garriga“, auch Macchia genannt, ist die mediterrane Flora mit wilden Ölbaumen, Zistrosen, Mastixsträuchern und Zwergpalmen.

Kommen Sie doch einmal von der Seeseite zur Insel. Die vielen kleinen Buchten, die zum Gemeindegebiet Manacor gehören, sind im Winter ruhig, im Sommer gut besucht. Und viele von ihnen sind, was ganz typisch für den Inselosten ist, nur mit dem Boot zu erreichen und zum Teil durch viele Jahrhunderte alte Höhlen geprägt. Die Immobilien im Inselosten liegen eingebettet in jede Menge Natur.

Die Strände der Gemeinde reihen sich wie Perlen zu einer Kette aneinander. Dazu gehören die Cala Murada, die Cala Romantica, die Cala Anguila und die Cala Mandia und viele kleine Buchten, die nicht mit dem Auto erreichbar sind.

Der Inselosten feiert: Paprika-Fira in Felanitx am 21. Oktober

Was wäre die Insel Mallorca ohne seine Firas und Fiestas. Eine Fira rund um das rote, gelbe und grüne schmackhafte Gemüse findet am 21. Oktober in Felanitx im Inselosten statt. Ob in Pulverform, ganz roh oder in leckeren Gerichten der Saison: Die pimientos verdes und rojos, die grünen und roten Paprikaschoten, stehen dann in dem Örtchen mit seinen schönen alten Wassertürmen einen Tag absolut im Mittelpunkt der Gaumenfreuden.

Ein Wunderblumengewächs: Mallorcas Farbenpracht der Bougainvillea

Sie rankt üppig an Hauswänden und Säulen, begeistert in weißen, violetten, orangen, rosa und roten Blütenmeeren und trägt ihrem Namen wegen ihrer Blühbereitschaft alle Ehre: die Bougainvillea, die zu den Wunderblumengewächsen gehört. In subtropischen Gebieten aller Art gedeiht sie auf das prächtigste – bis hinein in den Mittelmeerraum. Und damit natürlich auch auf unserer Sonneninsel Mallorca. Die Pflanze ziert idyllische Immobilien an der Ostküste und ist ein wahrer Augentraum. Den Namen hat die rankende Pflanz, die sich an Mauern und Zäunen bestens macht, von ihrem Entdecker Louis Antoine de Bougainville.

Ziert Mallorcas Immobilien: die Bougainvillea

Welch schöne Blüten die Bougainvillea hat: Wer das sagt, der irrt. Die bunten Blätter sind keine Blütenblätter, sondern Hochblätter ähnlich wie beim Weihnachtsstern oder Christusstern. Ursprünglich besaß sie violette Hochblätter, aber durch zahlreiche Züchtungen wurde die Farbpalette immer größer. Als Drillingsblume ist sie deshalb bekannt, da jeweils drei winzig kleine Blüten eine Einheit bilden, die wiederum von den farbigen Hochblättern umgeben sind.

Ein bisschen Stütze braucht die Bougainvillea, wenn sie an einer Mauer oder Säule gut gedeihen kann, denn sie klammert nicht von allein. Also: Ein Spalier aufzustellen ist unumgänglich. Bei guter Pflege wird sie gut und gerne um die fünf Meter hoch. Regen haben die Hochblätter nicht gerne. Die Pflanze verliert dann schnell ihre Blütenpracht. Bester Standort ist an einer Wand im Süden – am besten vor Regen geschützt und dort, wo Mauern Wärme spenden, denn die kann sie gut vertragen.

Viel Wasser braucht die Bougainvillea nicht, aber der Ballen der Wurzel sollte dennoch genug Feuchtigkeit bekommen, damit die Pflanze üppig blüht. Bekommt sie nicht genug Nass von unten, wirft sie ihre Blätter ab – und wartet einfach auf die nächste Wassergabe, um erneut Blüten zu erzeugen. Den Winter mag die Pflanze nicht so gerne und reagiert schnell mit kahlen Ästen, die bei älteren Pflanzen oft genug recht knöcherig werden. Gegen ein bisschen Frost hat sie nichts einzuwenden, aber lange Kälteperioden mag sie nicht. Deshalb hat sie in Westeuropa schlechte Chancen, gut zu wachsen. Unser Mallorca-Klima weiß sie wegen der wenigen Kältetage und der vielen Sonnentage aber zu schätzen.