Weihnachten auf Mallorca geht nicht ohne eine festlich gestaltete Krippe – das Jesuskind zieht ordnungsgemäß am Heiligabend ein

Unsere schöne Sonneninsel Mallorca, in der Hauptsache katholisch, feiert die nun wahrlich kurz bevorstehenden Weihnachtstage festlich. Dazu gehören die Geburt Jesu, Maria und ihr Josef und später, im Januar, die Heiligen Drei Könige. Krippen sind überall zu sehen und sie begeistern die Menschen auf unserer Insel alle Jahre wieder. Sie bleiben lange bis in den Januar stehen, denn schließlich ziehen Kaspar, Melchior und Balthasar erst am 6. Januar zum Stall von Bethlehem.

Allein die Krippen, die in den vielen Städten und Orten der Insel in den Kirchen stehen, sind schon eine Reise nach Mallorca wert. Unser Winter auf Mallorca gestaltet sich gesellig und festlich. Also kommen Sie doch her. Zu den bedeutendsten Krippen Mallorcas zählen ganz ohne Zweifel diejenigen, die sich in Palma befinden. Bekannt ist die Neapolitanische Krippe, die alljährlich im Palau March zu sehen ist. Sie begeistert alljährlich mit ihrer sehr natürlichen Darstellung der Figuren. Nehmen Sie sich Zeit für einen Ausflug in die Inselhauptstadt Palma, wenn Sie in Ihrem Ferienhaus auf Mallorca die Festtage genießen, denn Palma ist wunderschön geschmückt. Die Krippe im Palau March blickt, und das wissen nur wenige, auf eine lange Geschichte zurück.Gebaut wurde sie im 18. Jahrhundert und „beherbergt“ deshalb zahlreiche Prunkbauten der damaligen hochherrschaftlichen Gesellschaft. Und gehen Sie ins Rathaus am Placa Es Cort. 300 Figuren machen die Krippe dort fast lebendig.

Auch das eigene Zuhause gestalten die Mallorquiner festlich. Der Stall von Bethlehem gehört dazu. In den Geschäften der Insel und auf den zahlreichen Weihnachtsmärkten werden Sie überall fündig, um Ihrer Krippe ein ganz persönliches Ambiente zu schaffen. Maria, Josef, Schweine, Schafe, die Heiligen Drei Könige, das Jesuskind, Bäume, Blumen, Lichter und Berge: Die Krippen auf Mallorca spiegeln nicht nur die Weihnachtsgeschichte wieder – sie sind auch Ausdruck des Landlebens auf unserer schönen Insel. Etwas Geduld sollten Sie haben, bis Sie das „Baby“ bewundern können. Es kommt erst am 24. Dezember in die Krippe und keinesfalls vorher. So, wie es sich gehört und wie es die Geschichte schreibt.

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Meeresfruchtig: Miesmuscheln sind ein festliches Winteressen

Ich habe sie schon mit Hingabe in Deutschland gegessen. Als ich noch klein war, bereitete mein Vater Miesmuscheln in einem wunderbaren Gemüsesud zu. Und da wir davon eine Menge vertilgen konnten, nahm er dazu den Gänsebräter. Gänsebräter gibt es hier auf Mallorca eher selten, da das Federvieh nicht zur Mallorca-Küche gehört, doch Miesmuscheln gibt es hier an jeder Fischtheke. Ganzjährig, aber für mich sind die „mejillones“, wie sie hier heißen, immer noch ein Winteressen. Und sie werden, nach deutscher Tradition, bei uns in allen Monaten mit „R“ zubereitet. Also auch jetzt, im sonnigen Dezember auf Mallorca,den viele Insel-Liebhaber in ihrem eigenen Ferienhaus auf Mallorca genießen.

Die Preise in Deutschland für eine Tüte Miesmuscheln liegen bei im Schnitt sechs Euro. Da wundern wir uns hier: Rund 1,60 Euro bezahlen wir für ein Kilo – gerade die richtige Menge pro Kopf. Pro Person rechnet man also, falls der Appetit nicht ausgesprochen riesig ist, ein Kilo der duftenden Meeresfrüchte. Für den Sud, in dem die Muscheln später garen, wird eine in kleine Stückchen geschnittene Zwiebel in etwas Olivenöl angeschmort, goldgelb. Danach geputztes Gemüse andünsten. Am besten eignet sich das Julienne-Gemüse, das es im Supermarkt gibt. Rund eineinhalb Liter Wasser auf das in kleine Würfel geschnittene Gemüse gießen, je nach gewünschter Schärfe mit Salz und Pfeffer und eventuell einer Knoblauchzehe und einer Peperoni-Schote würzen, den Topf schließen und den Sud rund eine halbe Stunde leicht köcheln lassen.

In der Zwischenzeit ist ein bisschen Arbeit angesagt, denn die Muscheln müssen erst in kaltem Wasser (heißes Wasser keinesfalls, sonst öffnen sie sich frühzeitig) gewaschen und gebürstet werden, danach den heraushängenden struppigen „Bart“ mit einem scharfen Messer entfernen. Nun einen Schuss Weißwein in den köchelnden Sud geben und die Muscheln vorsichtig hinein geben. Den Topf schließen und so lange in der Wärme ziehen lassen, bis sich die „mejillones“ öffnen. Hin und wieder mit einem Schaumlöffel wenden, damit auch die oberen Muscheln den Sud erreichen, um sich öffnen zu können und das Aroma anzunehmen.
Wie schon früher, kommt auch bei uns der Sud mit auf den Teller, wenn es zu Tisch geht. Er ist so lecker, dass er eher eine meeresfruchtige Suppe ist. Zu den Muscheln Brot und Aioli geben, das reicht. Wenn noch Sud übrig ist: einfrieren. Der ist nämlich eine tolle „Brühe“ für eine wirklich schmackhafte Paella.

Fruchtige Gärten auf Mallorca: Ferienhaus oder Finca mit üppiger Ernte

Fincas auf Mallorca, Ferienhäuser auf Mallorca: Die Gärten der Insel sind ein fruchtiger Traum. Mandelbäume, Orangenbäume, Zitronenbäume, Feigenbäume: Ganze Haine haben viele Immobilien auf Mallorca zu bieten und begeistern durch ihre üppige Ernte. Wie es die Mallorquiner halten, machen es auch die zahlreichen Hinzugezogenen. Die Früchte des eigenen Gartens werden verarbeitet. Gang und gäbe ist das an unserer schönen Ostküste Mallorcas, die immer noch durch die Landwirtschaft geprägt ist.

Mit der Zitronen- und Orangenernte im Frühjahr lässt sich eine Menge mehr anfangen als nur Marmelade. Orangenlíkör ist auf der Insel allseits beliebt. Nach dem Pflücken im Garten geht das so: 400 Gramm Zucker und 250 Milliliter trockenen Weißwein – am besten von der Insel – aufkochen und sirupartig einkochen lassen. 700 Gramm Orangen waschen, abtrocknen und die Schale möglichst dünn mit einem feinen Messer entfernen. Die Orange halbieren und dann auspressen. Die Schale, den Saft, sechs Sternanis in den Sirup geben und das Gemisch abkühlen lassen. 700 Milliliter Wodka später hinzufügen und zugedeckt zwei Tage kalt stellen, damit die Orangenschalen und der Saft ihr Aroma entfalten können. Um eine wirklich angenehme Konsistenz zu erhalten, die Flüssigkeit durch ein feines Sieb passieren und in saubere Flaschen füllen. Im Kühlschrank aufbewahren.

Der Orangenlikör ist ein wunderbarer Begleiter zu Vanilleeis oder einer Quarkspeise. Und schmeckt, ganz klar, auch gut gekühlt ganz pur.

Brücke von Porto Christo wird abgerissen – Buchten der Ostküste wie die Cala Murada präsentieren sich im Winter beschaulich

Porto Christo, Manacors Hafen und allseits beliebt, ist derzeit Baustelle. Die neue Brücke von Porto Christo wird nach langen Diskussionen zwischen Anwohnern, Gastronomen, der Gemeindeverwaltung und Touristen nun abgebrochen. Die Arbeiten sind in vollem Gange und sorgen, wie in den letzten Monaten, für reichlich verbalen Zündstoff. Denn: Die alte Brücke nimmt nun, wie unzählige Jahrzehnte vorher, den kompletten Autoverkehr wieder auf.

Beschaulich: die Strände Mallorcas an der Ostküste

Die Abrissarbeiten der Brücke haben vor gut zwei Wochen begonnen und sind in vollem Gange. Der Asphalt wurde an mehreren Stellen durchgeschnitten. Von der Mitte des „puente“ aus gehen die Arbeiten nun Stück für Stück voran.

Wer Manacor besucht, ist sich oft darüber nicht im Klaren, dass Porto Christo das idyllische Hafenstädtchen der Möbel- und Perlenstadt ist. Porto Christo liegt runde zehn Kilometer von Manacor entfernt und ist eines der lebhaften Küstenstädte der Ostküste. Hier genießen viele Einwohner Manacors den Sommer in ihrem eigenen Wohnsitz, viele Touristen kommen hierher, um Urlaub an der Ostküste Mallorcas zu machen. Ferienhäuser und Ferienwohnungen gibt es hier reichlich.

Der Yacht- und Fischereihafen ist gut besucht. 206 Liegeplätze stehen zur Verfügung. Ein attraktives Angebot für Bootsfreunde, denn der technische Komplettservice inklusive Werkstatt und aller sanitären Anlagen ist ausgezeichnet. Im Yachtclub mit Pool genießen Sie einen wunderschönen Blick auf den Hafen und ein gutes Essen im clubeigenen Restaurant.Wer mit dem Boot unterwegs ist, schippert von Bucht zu Bucht. Dazu gehören die schönen Städtchen und „Calas“ wie die Cala Murada, S’Illot, Cala Millor, Cala Anguila, Cala Romantica und Cala Mandia. Auch die Cala Murada gehört zur Gemeinde Manacor und ist bekannt wegen der zahlreichen Einfamilienhäuser.

Grün und glänzend: Olivenernte auf Mallorca – unsere typischen Insel-Spezialitäten muss man einfach lieben und mit Hingabe verkosten

Die Olivenernte auf Mallorca ist beendet. Überall sah man in den letzten Wochen riesige Schirme unter den Olivenbäumen stehen, in denen die grünen länglichen Früchte der Insel gesammelt werden. Das ist eine genauso althergebrachte Methode wie das Auslegen von wirklich riesigen feinmaschigen Netzen, über denen die Zweige der Bäume ordentlich geschüttelt werden, um die Früchte zu „fangen“. Olivenbäume gehören zur Insel wie der Wind, das Wasser und der Wein. Auch einer der typischen Produkte der Insel, den wir gerne genießen. Vorzugsweise natürlich mit den eingelegten Oliven.

Oliven gehören zu den vielen typischen Produkten Mallorcas.

Viele Mallorca-Urlauber denken immer noch, die kulinarischen Genüsse würden durchweg aus Sangria bestehen. Eines sei von vornherein klar gestellt: Wer hier eine Immobilie auf Mallorca besitzt oder ein Haus erwerben möchte und dann folglich oft zu Gast ist, weiß das besser. Unsere Insel produziert viele eigene Köstlichkeiten. Auch das Consell de Mallorca ist sich dieser Sache bewusst und hat nun einen kleinen, aber feinen Katalog mit den typisch mallorquinischen Produkten zusammengestellt, der in mehreren Sprachen aufgelegt wurde und den es in den Tourismusbüros völlig kostenlos gibt.

Natürlich gehört zur Insel der Wein, aber, um auf die Anfänge dieses Berichts zurück zu kommen, auch das Olivenöl, das seit 2002 durch die Bezeichnung „Oli de Mallorca“ geschützt ist. Das bedeutet ganz einfach: Dieses Öl wurde auf unserer Insel hergestellt. Verwendung finden die Sorten Mallorquina, Arbequina und Picual – malerische Namen für die ursprünglich grüne Frucht. Ihr Saft ist ebenso glänzend wie sie.

Man mag sie oder man mag sie nicht: die Sobrassada. Die bekannte Mallorca-Wurst wird aus Schweinfleisch und verschiedenen Gewürzen hergestellt wird. Und seit 1996 ist es offiziell: Die Sobrassada de Mallorca kommt immer von der Insel und von nirgendwo sonst. Darauf sind wir Inselbewohner stolz.

Die vielen leckeren Gerichte werden gerne von flüssigen Köstlichkeiten begleitet, die in wirklich jedem Restaurant und in jeder Bar der Insel zu bekommen sind. Dazu gehören die Kräuterschnäpse Hierbas und Palo. Und natürlich vorwiegend im Sommer der Sangria. Das ist einfach gut.