San Salvador: Mit gestählten Waden rauf auf den Berg

Blauer Himmel, Sonne, aber die Hitze hält sich noch in Grenzen. Die Straße senkt und hebt sich über kleine Hügel im Inselosten. Hier, im wirklich ländlichen Teil Mallorcas, sind die Pedalritter im Frühjahr und jetzt im Spätsommer unterwegs, um ihre Waden und ihre Kondition zu stählen. Aktivurlaub ist auf der Insel in vieler Hinsicht möglich. Die Radtouristiker in aller Welt wissen das und kommen immer wieder in ihr eigenes Haus auf Mallorca, um die Landschaft, das milde Klima und die vielen Ausflugsziele zu genießen.

Die größte der Baleareninseln ist ein Eldorado für Radler. Der Transport des eigenen Fahrrads ist überhaupt kein Problem. Für richtige Radsportler, viele von ihnen sind Profis, ist das eigene „Gefährt“ so wichtig wie der eigene Wohnzimmersessel: In beiden lässt es sich am bequemsten sitzen. So kommen, spätestens ab Februar, viele Sportler nach Mallorca, um im Inselosten zwischen Cala Millor in nördlicher Richtung und Portocolom weiter im Süden die Küste sprichwörtlich „abzustrampeln“. Sie haben ihr eigenes Rad am Sperrgepäck am Flughafen von Palma de Mallorca abgeholt oder sind gleich mit dem eigenen Auto und mit der Fähre gelandet, um hier ihren Aktivurlaub zu genießen.

Im Inselosten sind die Strecken eher hügelig, aber nicht gebirgig. Zu den vielen Buchten entlang der Küstenstraße Porto Christo – Portocolom fallen die Zuwege zum blauen Mittelmeer eher seicht aus, weswegen das Radfahren hier seine Gemütlichkeit behält. Ein ganz anderes Kaliber ist die serpentinenreiche Strecke, die zum San Salvador und zu seinem Aussichtspunkt hinauf führt. Oben auf dem Berg, der für Radler auf der Insel immer wieder eine begehrte Herausforderung ist, befindet sich ein Gebäude, das einer Festung gleicht, sowie eine wunderschöne Klosterkirche und der hohe Turm mit der Christusstatue.

Und wer nicht seine Waden stählen möchte, fährt einfach mit dem Auto hoch. Vor allem am Sonntag treffen sich hier viele Einheimische, um im Freien Paella zuzubereiten oder oben in der Festung zu essen. Es ist mit dem San Salvador wie mit den Radlern: Wer einmal oben war, kommt immer wieder. Und genießt bei gutem Wetter und klarer Sicht den Blick bis auf das Tramuntana-Gebirge auf der anderen Inselseite.

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Silvesterparty auf Mallorca: Die Weintraube hat Tradition

Silvester wird in Spanien und damit auch auf Mallorca auf ganz besondere Weise gefeiert – egal ob im eigenen Domizil zu Hause, im Restaurant oder auf einem der zahlreichen Plätze in Städten und Dörfern. Wer auf Mallorca ins neue Jahr feiert, feiert mit zwölf Weintrauben. Sie sind ein absolutes Muss. Die kleinen grünen saftigen Kugeln werden zeitgleich mit den zwölf Gongschlägen der Kirche gegessen. All das mit viel Ehrgeiz und versehen mit einem Wunsch für jeden Monat. Wer es schafft, alle zwölf mit dem letzten Schlag der Kirchenglocke gänzlich vertilgt zu haben, wird ganz sicher im nächsten Jahr vom Glück gesegnet sein!

Zwölf Trauben kauen und schlucken: Wer das schon einmal mitgemacht hat, weiß, dass es sich einfacher anhört, als es in Wirklichkeit ist, denn zwölf Trauben im Mund vermehren sich auf die Schnelle unüberschaubar… Wen wundert es also, dass sie längst ohne Schale angeboten werden – in kleinen Dosen und portionsweise abgepackt. Das vergrößert die Chance auf Glück im kommenden Jahr ungemein, denn ohne Pelle lässt sich das Obst viel besser kauen!