Kultur aus vorchristlicher Zeit: Der quadratische Turm von Es Hospitalet Vell liegt im Gemeindegebiet der Möbelstadt Manacor

Manacor: Möbelstadt, Perlenstadt, große Geschäfte, beste Einkaufsmöglichkeiten. Dafür ist die Stadt im Inselosten bekannt. Mit einer Fläche von 260 Quadratkilometern insgesamt in der Gemeinde muss Manacor mehr sein als nur das. Sie ist es. Manacor hat auch seine historischen Stellen – und dazu gehört ganz sicher das nicht allen bekannte „Es Hospitalet Vell“. Die Siedlung aus talayotischer Zeit liegt rund 15 Minuten mit dem Auto entfernt in Richtung des Ferienörtchens Cales de Mallorca, das von Mai bis Oktober so richtig Badesaison hat.

In Manacor einmal angekommen, folgen Sie der Ausschilderung Richtung Cales de Mallorca. Die landschaftlich schöne Strecke windet sich aus dem Zentrum heraus in einen der ländlichen Teile Manacors mit vielen Feldern, Weiden, Wiesen, Mandelbäumen, Orangen- und Zitronenbäumen, Gemüseanbau und Schafherden – und nicht zuletzt attraktiven und typisch mallorquinen Immobilien auf Mallorca. Die Carretera a Cales de Mallorca ist im Sommer gut befahren, denn sie ist auch gleichzeitig der Weg zu den Buchten Manacors wie der Cala Murada, der Cala Romantica, der Cala Mandia und dem Hafen Manacors, der Porto Christo heißt.

Am Ende der Landstraße biegen Sie nicht links Richtung Porto Christo ab, sondern Sie folgen der Ausschilderung nach rechts und damit nach Portocolom. Nach wenigen Kilometern geht es rechts ab in die Buchten von Cales de Mallorca. Dort ist auch schon Es Hospitalet Vell ausgeschildert.

Der Turm der alten Siedlung hat einen quadratischen Grundriss. Steigen Sie einfach aus und erleben Sie ein Stück alter mallorquinischer Kultur. Die Fundstücke, darunter der Turm und eine lange Mauer, stammen aus den Jahren 1100 bis 123 vor Christus. Lange Zeit haben hier Ausgrabungen stattgefunden, um die Meisterwerke aus Stein zu sichern. Einige von ihnen befinden sich heute im Museum von Manacor, das Sie auf dem Weg nach Cales de Mallorca passieren.

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Manacors lange Geschichte bis 1100 vor Christus: Fundstücke aus talayotischer Zeit im Museum der Möbelstadt

Manacor, die Möbelstadt Mallorcas, gelegen im Inselosten, ist durchaus geschichtsträchtig. In seinem Zentrum sowie in seinen Außenbezirken. Mit dem Museum, der Kirche, den schönen alten Häusern und dem Viertel, in dem die Ämter der Stadt liegen, haben wir durchaus historisch interessante Stätten in unserem beschaulichen Inselosten gefunden. Schauen Sie beim Stadtwappen Manacors ruhig einmal genauer hin. Es ziert eine Hand, die ein Herz hält. Denn: Manacor heißt übersetzt „main a coeurs“ und damit „Hand auf dem Herzen“. Eine Stadt mit Charme und Charakter.

Herberge für Mallorcas Geschichte: das Museum von Manacor

Manacor hat mit rund 260 Quadratkilometern Gemeindefläche einen veritablen Umfang und ist damit eine der großen Gemeinden der Insel. Ein Rundgang durch die Altstadt, die Sie am besten zu Fuß erkunden, zeigt Ihnen gut erhaltene historische Patrizierhäuser, Windmühlen und eine wunderschöne Kirche auf arabischem Grundstein. Wenn Ihnen eine volle Stadt nichts ausmacht, besuchen Sie Manacor am besten am Markttag. Der ist am Montag. Genießen Sie ein „menu del dia“ in einem der Restaurants. Danach tauchen Sie nach nur wenigen Minuten Fahrzeit in eine wirklich alte Stätte ein, die im Inselosten bekannt ist. Fahren Sie zu der talayotischen Siedlung „ Es Hospitalet Vell“ und vorbei an schönen Mallorca-Immobilien auf dem Land.

In Manacor nehmen Sie die Ausschilderung Richtung „Cales de Mallorca“. Sie verlassen das Zentrum und fahren Richtung Küste. Sie kommen am Museum von Manacor vorbei, fahren durch eine leicht hügelige Landschaft und dann einige Kilometer parallel zur Küste mit den vielen schönen kleinen Buchten von Mallorcas Inselosten. Links ist nach rund 15 Minuten mit dem Auto bald Cales de Mallorca ausgeschildert. Biegen Sie dort ab. Auf der rechten Seite halten Sie am Es Hospitalet Vell.

Die talayotische Siedlung mit ihrem Turm, der einen ungewöhnlichen quadratischen Grundriss hat, ist ein Stück Mallorca-Geschichte uns sehenswert. Steigen Sie einfach aus und erleben Sie ein Stück alter mallorquinischer Kultur. Die Fundstücke, darunter der Turm und eine lange Mauer, werden der talayotischen Zeit zugerechnet und damit der Jahre 1100 bis 123 vor Christus. Lange Zeit haben hier Ausgrabungen stattgefunden, um die Meisterwerke aus Stein zu sichern. Alle Fundstücke werden Sie in Es Hospitalet Vell nicht finden. Kehren Sie aber auf gleichem Weg wieder nach Manacor zurück, sehen Sie sein Museum „Torre dels Enagistes“ auf der linken Straßenseite. Dort finden Sie den Rest.

Ausstellungen auf Mallorca: Die Insel hat eine lebhafte Kulturszene

Mallorca ist mittlerweile bekannt für seine lebendige Kulturszene. Konzerte, Musicals, Ausstellungen: Das Veranstaltungsprogramm ist das ganze Jahr über gut gefüllt, worauf die Einheimischen und die vielen Urlauber, die ihr ein Haus besitzen, stolz sind. Stolz sind sie auch darauf, dass weltbekannte Künstler wie Miro, Picasso und Toulouse-Lautrec immer wieder ihre Spuren auf Mallorca hinterlassen haben – bis heute. Erst in diesem Jahr fand eine Ausstellung von Toulouse-Lautrec im Museum von Manacor statt. Der Zulauf war riesig.

Im „Can Prunera“ beispielsweise im schönen Örtchen Soller mitten im Tramuntana-Gebirge können Sie die Werke der Künstler Juli Ramis, Tapies, Basquiat, Munch im Museum für zeitgenössische Kunst sehen. Außerdem gibt es dort eine Sammlung antiker Puppen. Geöffnet ist täglich von 10-30 bis 18.30 Uhr. Eintritt: fünf Euro.

In Puerto de Andratx im Südwesten der Insel empfiehlt sich der Besuch der „Galerie Augustin“. Sie sehen dort zum Beispiel Bilder von Frank Zander, Udo Lindenberg und Volker Kühn. Geöffnet: montags bis samstags von 10.30 bis 13.30 Uhr sowie von 16 bis 20 Uhr.

Die Möbelstadt Manacor ist umgeben von zahlreichen wunderschönen Buchten wie der Cala Murada und dem Hafen Porto Christo

Mallorca ist voller Schätze der Vergangenheit – auch im Inselosten. Manacor ist die drittgrößte Stadt Mallorcas und bekannt als Möbelstadt, denn hier werden in langer Tradition Tische, Stühle, Schränke, Fenster und Türen hergestellt. Die Schreinereien in Manacor und auch andere Handwerksbetriebe liefern weltweit ihre Produkte aus – zum Teil bis Südamerika. Manacor als Stadt der Handwerker blickt auf eine lange Geschichte zurück, auf die die Stadt stolz ist.

Die Altstadt ist geprägt von vielen schönen alten Gebäuden zum Teil aus maurischer Zeit, aber das Museum der Stadt befindet sich außerhalb auf der Straße nach Cales de Mallorca. Sie folgen, wenn Sie dem „museo“ einen Besuch abstatten möchten, in Manacor einfach dieser Ausschilderung und befinden sich irgendwann auf der Straße nach Cales. Nur wenige Minuten später liegt auf der rechten Seite das Museum, der „Torre dels Enagistes“. Früher war der Torre Verteidigungsgelände und ländliche Residenz der herrschaftlichen Klasse im 14. Jahrhundert. Zu sehen ist dort ständig eine Ausstellung über die Archäologie und Ethnologie der Gemeinde. Im Februar lockte es zahlreiche Besucher an, denn es waren dort Arbeiten des französischen Malers Henri de Toulouse-Lautrec zu sehen. Fast immer gibt es hier eine zusätzliche Ausstellung zu der historischen.

Wenn Sie schon einmal am Museum angekommen sind, dann fahren Sie doch weiter zu den schönen Buchten nur wenige Minuten mit dem Auto entfernt. Zur Gemeinde Manacor gehören die Buchten mit den malerischen Namen Cala Romantica, Cala Mandia, Cala Anguila. Ein Stück weiter liegt der Hafen Porto Christo und, in der anderen Richtung südlicher, die Cala Murada. Ferienwohnungen und Ferienhäuser und natürlich viele Fincas liegen hier in dem landwirtschaftlich geprägten Inselosten.

Interesse an Palmas Stadtgeschichte? Eine Fahrt zum Castell Bellver

Kultur auf Mallorca: Natürlich sind die Inselbesucher hier überall auf einem guten Weg, vor allem aber in der Inselhauptstadt Palma. Hier finden immer Ausstellungen statt. Die Wege von West nach Ost, Süd nach Nord sind kurz, so dass Urlauber, die im Inselosten Ferien machen, in knapp 50 Minuten in der Inselhauptstadt sind. Problemlos. Wer sich für die Stadtgeschichte interessiert, sollte eine Fahrt zum Castell Bellver nicht versäumen. Hier findet eine Dauerausstellung zur Historie Palmas statt. Öffnungszeiten: montags bis freitags von 8 bis 20.30 Uhr, sonntags und an Feiertagen von 10 bis 19 Uhr.

Das Museum „Es Baluard“ ist in Palma eines der größten und bekannt. Es ist die Kulturstätte für zeitgenössische Kunst am Placa Porta Santa Catalina und zeigt spanische und mallorquinische Malereien aus den letzten 150 Jahren.