Ein Wunderblumengewächs: Mallorcas Farbenpracht der Bougainvillea

Sie rankt üppig an Hauswänden und Säulen, begeistert in weißen, violetten, orangen, rosa und roten Blütenmeeren und trägt ihrem Namen wegen ihrer Blühbereitschaft alle Ehre: die Bougainvillea, die zu den Wunderblumengewächsen gehört. In subtropischen Gebieten aller Art gedeiht sie auf das prächtigste – bis hinein in den Mittelmeerraum. Und damit natürlich auch auf unserer Sonneninsel Mallorca. Die Pflanze ziert idyllische Immobilien an der Ostküste und ist ein wahrer Augentraum. Den Namen hat die rankende Pflanz, die sich an Mauern und Zäunen bestens macht, von ihrem Entdecker Louis Antoine de Bougainville.

Ziert Mallorcas Immobilien: die Bougainvillea

Welch schöne Blüten die Bougainvillea hat: Wer das sagt, der irrt. Die bunten Blätter sind keine Blütenblätter, sondern Hochblätter ähnlich wie beim Weihnachtsstern oder Christusstern. Ursprünglich besaß sie violette Hochblätter, aber durch zahlreiche Züchtungen wurde die Farbpalette immer größer. Als Drillingsblume ist sie deshalb bekannt, da jeweils drei winzig kleine Blüten eine Einheit bilden, die wiederum von den farbigen Hochblättern umgeben sind.

Ein bisschen Stütze braucht die Bougainvillea, wenn sie an einer Mauer oder Säule gut gedeihen kann, denn sie klammert nicht von allein. Also: Ein Spalier aufzustellen ist unumgänglich. Bei guter Pflege wird sie gut und gerne um die fünf Meter hoch. Regen haben die Hochblätter nicht gerne. Die Pflanze verliert dann schnell ihre Blütenpracht. Bester Standort ist an einer Wand im Süden – am besten vor Regen geschützt und dort, wo Mauern Wärme spenden, denn die kann sie gut vertragen.

Viel Wasser braucht die Bougainvillea nicht, aber der Ballen der Wurzel sollte dennoch genug Feuchtigkeit bekommen, damit die Pflanze üppig blüht. Bekommt sie nicht genug Nass von unten, wirft sie ihre Blätter ab – und wartet einfach auf die nächste Wassergabe, um erneut Blüten zu erzeugen. Den Winter mag die Pflanze nicht so gerne und reagiert schnell mit kahlen Ästen, die bei älteren Pflanzen oft genug recht knöcherig werden. Gegen ein bisschen Frost hat sie nichts einzuwenden, aber lange Kälteperioden mag sie nicht. Deshalb hat sie in Westeuropa schlechte Chancen, gut zu wachsen. Unser Mallorca-Klima weiß sie wegen der wenigen Kältetage und der vielen Sonnentage aber zu schätzen.

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Mönchsgeier auf Mallorca: Pflegestation für lahme Flügel

Mallorca schützt seine Flora und Fauna. Nicht nur darauf sind die Inselbewohner stolz. Das erfolgreichste Projekt, was den Tierschutz betrifft, finden Sie in Campanet in der Inselmitte. Gefiederte Himmelsphänomene kann man die Mönchsgeier ganz sicher nennen, hat man sie erst einmal in der Luft beobachtet. Auf der Finca „Son Pons“ befindet sich auf rund 18 Hektar eine Stiftung zum Schutz der Könige der Lüfte. Zwölf Gäste zählt die Pflegestation derzeit: Neun Gänsegeier und drei Mönchsgeier erholen sich hier von Unfällen, da sie in Windräder gerieten, an Stromleitungen flogen oder gar, was nicht selten ist, Schussverletzungen aufweisen.

1986, als die Stiftung gegründet wurde, lebte noch ein einziges Pärchen auf Mallorca. Mit einer Spannweite seiner Flügel von im Schnitt knapp drei Metern hat er ein wirklich imposantes Aussehen. In der Station kann man die großen Vögel mit einem Fernglas beobachten, ein Ausflug dorthin ist sehenswert. Oder Sie sind live dabei per Mönchsgeier-Webcam.

Der Mönchsgeier ist die größte europäische Geierart. Im Flug wirkt er wie ein fliegendes Brett. Sein Zuhause ist normalerweise das bergige Waldgebiet und Steineichenwälder. Ihre Horste bauen sie auf Bäumen. Vor rund 30 Jahren war der Mönchsgeier die am meisten bedrohte Art unter den Geiern, zumindest in Spanien.