Vor Weihnachten zeigt sich Mallorca von seiner grünen Seite – Wandern und Klettern in der mediterranen Landschaft der Insel

Mallorca. Die isla de la calma. Die Insel der Ruhe. Nach dieser Sommersaison kann davon keine Rede sein, denn runde zehn Prozent mehr Touristen kamen auf die Insel. In der Hauptsache aus Deutschland und Großbritannien. Nun, da wir im Spätherbst angekommen sind, macht die Insel ihrem Namen alle Ehre. Die Strände zeigen sich ruhig, die Spaziergänger genießen die Ruhe. Bis Heiligabend sind es nur noch wenige Wochen, der 1. Adventssonntag steht vor der Tür. Weihnachten. Das verbinden wir auf Mallorca mit Lichterglanz, Krippen, geschmückten Kirchen und strahlenden Ketten in Ihrem eigenen Haus auf Mallorca.

Mallorca im Winter: eine Insel der Ruhe

Mallorcas Freunde kommen gleich aus mehreren Gründen um diese späte Zeit des Jahres auf die Insel. Einer ist die Ruhe. Nummer zwei: Aktivtourismus ist angesagt, denn das Wandern und Klettern in der schönen Landschaft unserer Insel ist jetzt ein prima Zeitvertreib. Das Tramuntana-Gebirge ist natürlich das Eldorado für Sportler, die hoch hinaus wollen, doch auch unsere „nur“ hügelige Ostküste ist für schöne Stunden im Freien bestens geeignet.

So langsam zeigt sich unsere Sonneninsel auch wieder nach der langen Trockenperiode im grünen Kleid. Regenfälle, aber dennoch warme Temperaturen sorgen dafür, die Natur wieder sprießen zu lassen. Von der Cala Murada bis hin nach Porto Christo gibt es wunderschöne Wanderwege und Stellen, die romantisch sind. Dazu gehört unter anderem die kleine und idyllische Bucht CalaVarques, die nur zu Fuß zu erreichen ist. Auf der Küstenstraße Richtung Porto Christo lässt man das Auto an der Straße stehen und macht sich auf den Weg. Zu Fuß in eine wunderschöne Landschaft.

San Salvador: Mit gestählten Waden rauf auf den Berg

Blauer Himmel, Sonne, aber die Hitze hält sich noch in Grenzen. Die Straße senkt und hebt sich über kleine Hügel im Inselosten. Hier, im wirklich ländlichen Teil Mallorcas, sind die Pedalritter im Frühjahr und jetzt im Spätsommer unterwegs, um ihre Waden und ihre Kondition zu stählen. Aktivurlaub ist auf der Insel in vieler Hinsicht möglich. Die Radtouristiker in aller Welt wissen das und kommen immer wieder in ihr eigenes Haus auf Mallorca, um die Landschaft, das milde Klima und die vielen Ausflugsziele zu genießen.

Die größte der Baleareninseln ist ein Eldorado für Radler. Der Transport des eigenen Fahrrads ist überhaupt kein Problem. Für richtige Radsportler, viele von ihnen sind Profis, ist das eigene „Gefährt“ so wichtig wie der eigene Wohnzimmersessel: In beiden lässt es sich am bequemsten sitzen. So kommen, spätestens ab Februar, viele Sportler nach Mallorca, um im Inselosten zwischen Cala Millor in nördlicher Richtung und Portocolom weiter im Süden die Küste sprichwörtlich „abzustrampeln“. Sie haben ihr eigenes Rad am Sperrgepäck am Flughafen von Palma de Mallorca abgeholt oder sind gleich mit dem eigenen Auto und mit der Fähre gelandet, um hier ihren Aktivurlaub zu genießen.

Im Inselosten sind die Strecken eher hügelig, aber nicht gebirgig. Zu den vielen Buchten entlang der Küstenstraße Porto Christo – Portocolom fallen die Zuwege zum blauen Mittelmeer eher seicht aus, weswegen das Radfahren hier seine Gemütlichkeit behält. Ein ganz anderes Kaliber ist die serpentinenreiche Strecke, die zum San Salvador und zu seinem Aussichtspunkt hinauf führt. Oben auf dem Berg, der für Radler auf der Insel immer wieder eine begehrte Herausforderung ist, befindet sich ein Gebäude, das einer Festung gleicht, sowie eine wunderschöne Klosterkirche und der hohe Turm mit der Christusstatue.

Und wer nicht seine Waden stählen möchte, fährt einfach mit dem Auto hoch. Vor allem am Sonntag treffen sich hier viele Einheimische, um im Freien Paella zuzubereiten oder oben in der Festung zu essen. Es ist mit dem San Salvador wie mit den Radlern: Wer einmal oben war, kommt immer wieder. Und genießt bei gutem Wetter und klarer Sicht den Blick bis auf das Tramuntana-Gebirge auf der anderen Inselseite.

Mobil im Inselosten: Mit Bus und Bahn stressfrei unterwegs

Auf Mallorca hat sich in den letzten Jahren in Sachen „Bus und Bahn“ viel getan. Der Ausbau der Straßen begeistert die Mallorca-Besucher immer wieder, dennoch setzen viele auf den öffentlichen Personennahverkehr, um ans gewünschte Ziel zu gelangen und die Parkplatzsuche zu umgehen.

Wer auf unserer schönen Insel im Osten Urlaub macht und beispielsweise am Montag den Markt in Manacor oder am Sonntag den in Porto Christo oder Felanitx besuchen möchte, kann den Ausflug problemlos mit dem Bus in Angriff nehmen.

Abfahrtzeiten und Strecken gibt es jetzt ganz detailliert auf der Seite http://www.consorcide-transports.org. Hier können sich Feriengäste, die eine Ferienwohnung oder ein Ferienhaus auf Mallorca mieten oder ein eigenes Domizil besitzen, kurz und bündig und ganz übersichtlich über die Verbindungen zwischen den Orten und Dörfern und Städten informieren. Auf der Seite gibt es auch einen Routenplaner, der Auskunft über die benötigte Zeit gibt und die schnellste Verbindung auf Wunsch anzeigt. Die Seite ist auch in deutscher Sprache verfügbar.

Sehenswertes rund um Manacor: Porto Christo und seine Höhlen

Höhlenreich ist die Insel Mallorca- in ihrem Osten ganz besonders. Einen Besuch mit dem Montags-Wochenmarkt in Manacor kann man ganz prima mit einer wirklich beeindruckenden Stunde in Porto Christo verbinden, dem Hafen von Manacor. Dort befinden sich gleich zwei sehenswerte Höhlen: Die „Coves des Hams“ und die „Coves del Drach“, die Angelhaken-Höhle und die Drachenhöhle.

Ein Bummel auf der Promenade von Porto Christo mit Blick auf das Meer.

In der Drachenhöhle befinden sich auf rund 1700 Meter beeindruckende Stalagmiten und Stalaktiten der Rundgang ist einen Kilometer lang. Besichtigung: mit Konzert. Ganz besonders romantisch und einzigartig ist die Drachenhöhle, denn sie schimmert in schillernden Farben rund um den unterirdischen See. Ein Konzert dort lässt die Seele baumeln. Nicht weit von dort ist es zu dem Aquarium von Porto Christo. Es wurde 1974 eröffnet und beherbergt über 100 Aquarien mit Untersee-Fauna und Untersee-Flora des Mittelmeeres. Zu sehen sind Fische der Korallenriffe von weit her: aus Australien und Brasilien.

Die Möbelstadt Manacor ist umgeben von zahlreichen wunderschönen Buchten wie der Cala Murada und dem Hafen Porto Christo

Mallorca ist voller Schätze der Vergangenheit – auch im Inselosten. Manacor ist die drittgrößte Stadt Mallorcas und bekannt als Möbelstadt, denn hier werden in langer Tradition Tische, Stühle, Schränke, Fenster und Türen hergestellt. Die Schreinereien in Manacor und auch andere Handwerksbetriebe liefern weltweit ihre Produkte aus – zum Teil bis Südamerika. Manacor als Stadt der Handwerker blickt auf eine lange Geschichte zurück, auf die die Stadt stolz ist.

Die Altstadt ist geprägt von vielen schönen alten Gebäuden zum Teil aus maurischer Zeit, aber das Museum der Stadt befindet sich außerhalb auf der Straße nach Cales de Mallorca. Sie folgen, wenn Sie dem „museo“ einen Besuch abstatten möchten, in Manacor einfach dieser Ausschilderung und befinden sich irgendwann auf der Straße nach Cales. Nur wenige Minuten später liegt auf der rechten Seite das Museum, der „Torre dels Enagistes“. Früher war der Torre Verteidigungsgelände und ländliche Residenz der herrschaftlichen Klasse im 14. Jahrhundert. Zu sehen ist dort ständig eine Ausstellung über die Archäologie und Ethnologie der Gemeinde. Im Februar lockte es zahlreiche Besucher an, denn es waren dort Arbeiten des französischen Malers Henri de Toulouse-Lautrec zu sehen. Fast immer gibt es hier eine zusätzliche Ausstellung zu der historischen.

Wenn Sie schon einmal am Museum angekommen sind, dann fahren Sie doch weiter zu den schönen Buchten nur wenige Minuten mit dem Auto entfernt. Zur Gemeinde Manacor gehören die Buchten mit den malerischen Namen Cala Romantica, Cala Mandia, Cala Anguila. Ein Stück weiter liegt der Hafen Porto Christo und, in der anderen Richtung südlicher, die Cala Murada. Ferienwohnungen und Ferienhäuser und natürlich viele Fincas liegen hier in dem landwirtschaftlich geprägten Inselosten.