Bürger von Artá planen Protesttag am 6. November für den Weiterbau der Bahntrasse von Manacor in ihre Stadt

Keine Parkplatzsuche, einfach in den Zug steigen und die schöne Landschaft Mallorcas genießen: Das sollte eigentlich mit der neuen Bahnstrecke von Manacor nach Artá Wirklichkeit werden. Auf den Schienen von der Möbelstadt Mallorcas in den Nordosten der Insel fahren würde die Straßen entlasten und den Öffentlichen Personennahverkehr einen Schritt weiter auf die Schiene bringen. Doch nach dem Regierungswechsel wurde der bereits begonnene Umbau der Trasse wegen finanzieller Probleme eingestellt. Was nun?

Im balearischen Agrarministerium wird nun nach verschiedenen Lösungen gesucht. Eine ist die grüne Variante, bei der die Bahntrasse, die nun unvollendet eine Schneise von Manacor nach Artá zieht, zum so genannten „Grünen Weg“ umgewandelt wird. In Spanien nicht unüblich. Stillgelegte Bahnstrecken stehen oft genug Spaziergängern und Radlern zur Verfügung, um damit zumindest eine Bestimmung zu erhalten. Die Bürgermeister der umliegenden Orte sind von der Idee aus dem Ministerium keineswegs begeistert und bestehen darauf: „Wir möchten, dass die Trasse weitergebaut wird wie seinerzeit geplant.“ Die Artá-Bürger planen nun einen Protesttag am Sonntag, 6. November.

Das war ursprünglich für den Sommer dieses Jahres geplant. Bereits 2010 legten Frencesc Antich, Präsident der Balearen, und Verkehrsminister Gabriel Vicens, die erste Bahnschwelle für das neue Stück zwischen Manacor bis Artá. Übrigens: Die Bahnstrecke ist neu und alt zugleich. Bereits 1921 wurde sie erstmals in Betrieb genommen und dann 1977 still gelegt.